Die romantische Lust, ein Ich zu sein.

Gedichtvertonungen
Songs zwischen robustem Walzer und lyrischem Punk; Ich, den Anderen; Jawohl und Warum nicht 

  • Gedichte des 19. und 20. Jahrhundert von Hugo v. Hoffmannsthal, Joseph v. Eichendorff, Rainer M. Rilke, Friedrich Nietzsche, Hans Arp u.a. - neu vertont
  • Texte, die ganz unterschiedlich im Tonfall, ein romantischer Weltzugang verbindet

Entlang der Liedern entfaltet sich allegorisch ein, des Menschen typischer Lebenszyklus - von jugendlicher Euphorie bis hin zu desillusionierter Gelassenheit späterer Tage.
Der Begriff "romantisch” will hier verstanden sein, als eine Gegenkraft zu den rational-empirischen Welteroberungstendenzen der Moderne, als ein Realisieren oder doch zumindest ein Empfinden der irrationalen, existentiellen Substanz des Daseins. In der Regel verbirgt sich diese erfolgreich hinter unser aller alltäglichen, profanen und anekdotischen Leben.
Aus grundsätzlicherer, unbetroffeneren Perspektive enttäuschen sich viele der gewohnten und konditionierten Sinnstiftungrituale in ein absurdes Theater.

Hörprobe:

CD Version (17 Lieder, Soundcloid)

Wortproben:

Unter Feinden, Friedrich Nietzsche:

...Lass dich von der Welt nicht fangen, brich durch mein freudig Herz,
ein ernsteres Verlangen, erhebt dich himmelwärts!
Greife in die goldenen Saiten und spüre: du bist frei,
es hellen sich die Zeiten und Aurora scheinet neu.
Und eine Welt von Bildern baut sich da auf ganz still,
während draußen dumpf verwildert: die alte Schönheit...

In kalten Wintertagen, Gottfried Keller:

...Und nur du, mein armes Herz, Du allein willst ewig schlagen,
Deine Lust und deinen Schmerz endlos durch die Himmel tragen?
Es blitzt ein Tropfen Morgentau Im Strahl des Sonnenlichts.
Ein Tag kann eine Perle sein und hundert Jahre - Nichts!...

Isegrimm, Joseph von Eichendorff:

...Aktenstöße Tag und Nacht verschlingen, schwatzen nach der Welt Gebrauch
und das große Tretrad schwingen, wie ein Ochs: das kann ich auch.
Aber glauben, das der Plunder eben nicht der Plunder wär,
sondern ein hochwichtig Wunder: das gelang mir nimmermehr... 

Der Sehmann, Hans Arp:

...Nicht einmal von MärchenkapitänInnen,
die in ihren Märchenschiffen Lichtanker, Lichtblicke, Lichtpunkte,
Hoffnungsstrahlen mit sich führen, lässt er sich beirren...

Lieb und Leid im leichten Leben, Clemens Brentano:

...Wasser fallen um zu springen, um zu klingen, um zu singen,
schweig ich stille, wie und wo? Trüb und froh,
nur so!...

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